Unsere Kirche

Die Markuskirche an der Moordorfer Straße im Auricher Stadtteil Tannenhausen ist ein eher unauffälliger Kirchenbau aus den frühen 1960er-Jahren der Architekten Brüx und Schumacher aus Aurich. Tannenhausen-Georgsfeld war die erste Gemeinde von “Negen Loogen”, die sich selbstständig machte und nicht mehr zur Lambertigemeinde in Aurich gehörte.

Die Backsteinkirche in Tannenhausen ist 30 Meter lang und hat eine  freitragende, flach geneigte Holzdecke. Der Grundriss ist sechseckig und erinnert entfernt an ein Schiff. Die Wände sind sehr dick und innen nicht verputzt, über die Seitenwände sind kleine quadratische Fenster mit bleigefasstem farbigen Glas verstreut.

Altarraumfenster

Altarraumfenster

Altarraumfenster

 

 

 

Zwei große Fenster aus farbigem Glas lassen Licht in den Altarraum im Osten und sorgen so für eine klare Konzentration auf diesen Bereich. An der Kanzelseite befindet sich auf Augenhöhe das Motivfenster “Petri Fischzug”.

Petri Fischzug

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Altarraum ist durch Stufen vom Rest der Kirche abgegrenzt. Der Altar, die Kanzel und früher auch der Taufstein in der Taufkapelle, die vor dem Altarraum nach Süden abgeht, sind von äußerst schlichter geradliniger Form.

Kanzel

Die Optik ist vom warmen Rot der Backsteinmauern, vom Dunkelgrau der Bodenfliesen und von Sichtbeton geprägt, aus dem die Kanzel und der Altarsockel bestehen. Für die Altarplatte wählte man Dolomitennaturstein.

Altar

 

 

 

 

 

 

An der Ostwand hängt über dem Altar eine Figur des auferstandenen Christus – das Kreuz ist durch die ausgebreiteten Armen nur noch angedeutet. Die rechte Hand zeigt den aus der Ikonenmalerei bekannten Segensgruß Christi: Der Herr schütze/segne euch.

Durch die dicken dunklen Wände, den spärlichen Lichteinfall und die überaus schlichte Gestaltung des Kirchenraumes wirkt die Markuskirche auf den ersten Blick dunkel, auf den zweiten Blick jedoch schützend wie eine Trutzburg.

Christus-Figur

Ein Lesepult, bestehend aus einem Stahlrohrgestell mit einer Holzplatte, vervollständigt die Einrichtung des Altarraumes.

Über dem Eingang an der Westseite der Kirche befindet sich eine Empore, auf der auch eine kleine sogenannte Truhenorgel der Fa. Führer steht.

Auf der Empore finden etwa 30 Personen Platz, auf den Kiefernholzbänken im Kirchenschiff etwa 100 und in der Taufkapelle, die an der breitesten Stelle nach Süden abgeht, rund 20 Gemeindeglieder.

Fenster im Taufraum

Fenster im Taufraum mit dem Motiv eines Schiffes (Postkarte)

 

Durch eine Schiebetür lässt sich der Kirchraum um den Kirchsaal erweitern, in dem noch mal etwa 50 Menschen Platz finden.

Orgel

 

 

 

 

 

Der Kirchsaal wurde noch vor der Kirche erbaut und diente anfangs als Gottesdienstraum. Später wurde er als Gemeindesaal genutzt, bis die zunehmenden Aktivitäten in der Kirchengemeinde einen großen Gemeindehausanbau sinnvoll erscheinen ließen.

Taufbaum und Taufbecken

Seit 1994 wurde in Richtung Südosten angebaut. Die Gemeinde verfügt nun über einen großen Gemeindesaal für ca. 120 Personen, der sich durch eine Schiebetür in zwei Räume teilen lässt. Im Obergeschoss kommen ein Raum für eine kleinere Gruppe (z.B. Konfirmanden) und ein Sitzungszimmer hinzu. Das Foyer mit freistehender Treppe ist großzügig gehalten und verbindet Gemeindesaal, Küche und Kirchsaal miteinander.

Gemeindesaal

 

 

 

 

 

 

Kirche, Gemeinde- und Pfarrhaus bilden ein “U”, sodass ein schöner windgeschützter Innenhof mit Rasen entsteht.

 

Konfirmandenraum

 

 

 

 

 

 

 

 

Direkt an der Straße steht ein kleiner Glockenturm mit drei Glocken. Die größte, die Friedensglocke, trägt als Zeichen ein Feld von Soldatengräbern und die Inschrift “Die Gefallenen und Vermissten mahmen uns zum Frieden”. Die mittleren Glocke, die Freudenglocke, ist mit einer Weinrebe und der Inschrift “Dienet dem Herrn mit Freuden” gekennzeichnet. Die kleinste Glocke (Betglocke) mit dem Hisch, der nach frischem Wasser schreit, als Zeichen, trägt die Inschrift “Bete und arbeite”.

Glockenturm von der Ostseite

Vor dem Ostgiebel der Kirche wurde 2006 ein kleiner Anbau mit zwei Aufbahrungskammern errichtet; dies allerdings nicht für die Kirchengemeinde, sondern für alle Bürger der Orte Georgsfeld und Tannenhausen.

Kirche mit Anbau für die Aufbahrungskammern

 

 

 

 

 

Engel bei den Aufbahrungskammern

Engel (von Heinrich Klemme-Zimmermann)

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der anderen Seite der Moordorfer Straße befindet sich gegenüber der Kirche der (von der Stadt Aurich verwaltete) Friedhof. An der Nordseite des Friedhofs steht seit 1964 ein Gefallenendenkmal aus Findlingssteinen, an dem am Volkstrauertag Kränze niedergelegt werden.

Gedenkpult für die Gefallenen der Gemeinde in der Kirche. Darunter ist der Taufstein zu sehen, der früher in der Taufkapelle stand.